Die Jan-Hartwig-Festspiele. Folge 1

In Bayreuth laufen ja gerade wieder einmal die berühmten Festspiele rund um Richard Wagners Werk. Wir sehen mit Interesse, dass sich die Größen der Republik dort einfinden, vor allem auch die Spitzen der Politik. Wir wollen dem eine Reihe von Folgen der Jan-Hartwig-Festspiele gegenüberstellen, nicht zuletzt auch mit der Hoffnung, dass die Spitzen von Staat und Gesellschaft auch in seinem „Atelier“ einmal vermehrt ein- und ausgehen werden und ihre Kulturbeflissenheit und -teilhabe auch in diesem Bereich zum Ausdruck bringen.
Die Gerichte der Jan-Hartwi- Festspiele habe ich vor wenigen Tagen in München gegessen. Unter ihnen sind Arbeiten, die schon im Kern zu den Klassikern des Hauses zählen, solche aus den aktuellen Menüs und auch natürlich auch ganz neue Kreationen. Sie zeigen die enormen Entwicklungen, die Hartwig im Atelier genommen hat. Die große Oper ist ganz auf unserer kulinarischen Seite.
Ich werde in jeder Folge unterschiedliche kulinarische Aspekte in den Mittelpunkt stellen.

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Stoppt die TV-Testeritis!

Neulich, in einer ZDF-Sendung mit Sebastian Lege, kam es zu einem Supergau, der eigentlich dazu führen müsste, die kulinarische TV-Testerei sofort einzustellen. Was war passiert? Es handelte sich um einen eher einfachen Versuchsaufbau, mit dem festgestellt werden sollte, inwieweit sich die Testpersonen von der Verpackung eines Produktes beeinflussen lassen. Zu diesem Zweck wurden die gleichen … weiterlesen

Die Zukunft des Essens

Ok, jetzt ist es raus und es ist die Wahrheit. Nicht nur weil es gebetsmühlenartig in den Medien wiederholt wird, sondern auch, weil es von allen Seiten unterstrichen wird. „Die Ernährung der Zukunft sollte aus mehr Gemüse, frisch zubereitet und möglichst aus der Region und weniger Fleisch und wenn schon, dann aus artgerechter Haltung, bestehen.“ … weiterlesen

Bühner im Vordergrund, aber ein altes Problem

Thomas Bühner
Foto (c) www.niklasthiemann.de
Die Schließung des Drei Sterne-Restaurants La Vie in Osnabrück holt ganz schnell eine alte Streitfrage wieder an die Oberfläche. Ja, es ist klar, wenn das La Vie satte Gewinne abgeworfen hätte, wäre es vermutlich nicht geschlossen worden und ja, auf diese kalte Weise wird wieder einmal klar, dass ein Teil der Spitzenküche auf Gedeih und Verderb ihren Financiers ausgeliefert ist. Viele Hotelbesitzer oder Investoren, die nicht so nach dem direkten Gewinn sehen, haben normalerweise gute Gründe, sich trotzdem ein solches kulinarisches Glanzlicht zu leisten, weil es einen enormen Image-Gewinn bringt und sich – quer gerechnet – meist durchaus lohnt. So weit, so schlecht und immer möglichen rein wirtschaftlichen Entscheidungen ausgeliefert. Ich erinnere mich, dass ich bei gegebenen Anlässen z.B. Hoteliers mit Gourmetrestaurants auch schon einmal gerne als Kulturträger gelobt und ihnen für ihren Einsatz zugunsten der Kochkunst gedankt habe. Sie hören das gerne, obwohl sie genau wissen, dass auch bei ihnen in letzter Instanz das Portemonnaie entscheidet.

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INTERGASTRA wird neuer Partner der CHEF-SACHE

Der Zusammenschluss der Gourmet-Profis ist besiegelt: Gemeinsam mit FLEET Events und Edition Port Culinaire veranstaltet die INTERGASTRA künftig das Avantgarde Cuisine Festival in Düsseldorf.

Nach jeweils langjährigen Erfahrungen in der Spitzen-Gastronomie werden die Kompetenzen und Qualifikationen zukünftig gebündelt. Die inhaltliche Stärke des Gourmet-Formats wird von erweiterten Branchenkontakten und zusätzlichen Kommunikationshebeln seitens der Messe Stuttgart unterstützt und künftig unter gemeinsamer Führung weiterentwickelt.
Grund des Zusammenschlusses ist nicht nur das gemeinsame Interesse für die Gastronomie, sondern auch dem Avantgarde Cuisine Festival zu neuer Stärke zu verhelfen. „Diese neue Partnerschaft sichert eine nachhaltige Weiterentwicklung auf höchstem Spitzen-Niveau. In Kombination mit dem Feinschliff von Thomas Ruhl nutzen wir wertvolle Synergieeffekte“, so Dr. Thomas Köhl von FLEET Events, Geschäftsführer.

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Image-Shift: Weltküche gegen Regionalküche, oder: wie schnell sich die Dinge ändern können

Es ist schon merkwürdig paradox: Küchenstile, die mit Aromen aus allen Teilen der Welt hantieren, scheinen eher einen in die Jahre gekommenen Ansatz zu verfolgen, und diejenigen, die sich mit Regionalem aller Art beschäftigen, eher einen ganz neuen. Das öffentliche Bild von beiden Ansätzen ist in Bewegung geraten, und es kann passieren, dass Köche, deren … weiterlesen

Couch Potato

So wie viele verrückte und abenteuerliche Geschichten beginnt auch diese hier auf der Internetseite eines Auktionshauses. Als ich vor einigen Jahren in das berüchtigte „Home of the booze“ – mein Kölner Innenstadtquartier – gezogen bin, fehlte es an allen Ecken und Enden. Es galt beinahe einen ganz neuen Haushalt einzurichten, da ich das meiste meiner … weiterlesen

Culinarium tyrolensis

Associazione „Culinaria Tirolensis“ (Hrsg.): Culinarium tyrolensis. Die Küche der Dolomiten. Velatum Kulturzeitschrift, Iselsberg-Stronach 2018. 104 S., geb., 29.90 Euro (zweisprachig deutsch – italienisch) Im Jahr 2014 gab es zum ersten Mal das Gourmetfestival Hochpustertal – initiiert von Sternekoch Chris Oberhammer. Es ging um die Küche des alpinen Raums und um eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Köche. … weiterlesen

Die Steinbeisser-Organisation und Yoji Tokuyoshi

„Küche ist viel mehr als nur die Rezepte“. Das sagte schon vor vielen Jahren der berühmte Alain Chapel. Er meinte es im wesentlichen kulinarisch. Mittlerweile sieht man aber immer öfter auf die andere Seite des Passes und versucht, den Gästen möglichst unvergessliche oder zumindest hochinteressante Dinge anzubieten, bei denen sich verschiedene Künste und damit verschiedene … weiterlesen

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