Auch Du, mein Sohn Johann! Steigt Johann Lafer aus oder um?

Johann Lafer (Foto © Lukas Jahn)
Johann Lafer (Foto © Lukas Jahn)
Mit Johann Lafer beendet ein weiterer Koch sein Engagement im Sternekoch-Bereich. Sein Gourmetrestaurant „Val d’Or“, das in der Hand wechselnder Küchenchefs nach wie vor mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde, wird geschlossen. Als Gründe nennt Lafer das, was man in der letzten Zeit im Zusammenhang mit der Schließung bzw. Umorganisation von Gourmetrestaurants häufiger hören kann. Hier das entscheidende Zitat aus einem Pressetext:

„Ich habe meine Sternejahre immer genossen, aber im Zuge meiner redaktionellen Genussreisen für mein Magazin in den letzten zwei Jahren entdeckte ich überall auf der Welt wieder die einfache Küche – ob Streetfood in Asien oder Humus im Libanon.“ Die Klarheit der Speisen und die hohe Qualität des Produkts hat Lafer von jeher begeistert. Nun möchte er zurück zu seinen Wurzeln, zum Herzschlag des Genusses und doch, wie gewohnt, auf hohem Niveau. „Die Kunst liegt in der einfachen Küche auf der Basis nachhaltiger Produkte und perfekter Verarbeitung mit dem gewissen Etwas, begleitet von unprätentiösem und exzellentem Service für den Gast. Und dieser hat sich verändert“, konstatiert Lafer.

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Nicht Franck Ribéry ist pervers, sondern 19 Cent für 100 g Hähnchenkeulen

Die Reaktionen auf die 1200 Euro, die Franck Ribéry für ein mit Blattgold überzogenes Steak ausgegeben hat, waren vorhersehbar und vorschnell – wie in solchen Fällen rund um kulinarische Höchstpreise üblich. Hatte nicht neulich Ribéry-Kollege Christiano Ronaldo für zwei Flaschen Wein 31.000 Euro bezahlt? Da sind die 1.200 Euro für ein Steak mit Blattgold ja geradezu noch ein Schnäppchen. Kulinarisch sinnvoll ist der Gold-Überzug natürlich nicht. Das braucht man eigentlich kaum zu erwähnen. Teure Innenausstattungen von Luxusrestaurants sind das allerdings auch nicht unbedingt, und ob man mehrere Service-Kräfte braucht, um ein paar Teller an einem Tisch zu servieren, ist auch ein klein wenig fraglich. Für 1.200 Euro kann man auch – sagen wir: die ganze Familie auf besten Plätzen zu einem Helene Fischer-Konzert mitnehmen oder 1 ½ Personen zur Silvesterfeier auf dem von Alain Ducasse betreuten Seine-Schiff in Paris. Oder: Vier Personen bei Wissler im „Vendôme“ haben schnell 1.200 Euro verbraucht und bei Alain Passard im L’Arpège in Paris kommt man beim Menü „Terre et Mer“ mit etwas Wasser und Wein pro Person schnell auf 600 Euro. Wenn eine klare kulinarische Leistung dahinter steckt, kann es also auch ohne Blattgold schon mal teuer werden.

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SOLIDARITÄTSAUFRUF!!!!

Liebe Freunde, in der Nacht von Freitag auf Samstag hat ein Großfeuer bei unserem Kollegen Ralf Bos einen Teil seines Lagers zerstört. Die Feuerwehr, die mit rund 150 Einsatzkräften das Feuer bekämpft hat, hat erst am frühen Sonntagmorgen den Brand für gelöscht erklärt. In der Zwischenzeit haben Ralf Bos und seine Mitarbeiter eine unglaubliche Aktion gestartet, … weiterlesen

CHEF-SACHE gibt spektakuläres Line-Up für 2019 bekannt

Das Avantgarde Cuisine Festival begeistert 2019 mit sensationellem Line-Up und wagt unter dem Motto „United Culinary World“ einen tiefgründigen Blick in die Zukunft. Große Chefs auf großer Bühne – neben einem unglaublich starken Programm in den Bereichen Masterclass und School of Wine, ist und bleibt das Herzstück der CHEF-SACHE das große Symposium. Chefs auf absolutem … weiterlesen

Masterclass Day Vol. 2 auf dem Keltenhof, Filderstadt

Am 29. Oktober 2018 fand der zweite Masterclass Day in Filderstadt statt. Ein Tag mit spannenden, hochrelevanten Themen für die Gastronomie. Über allem stand das Motto: Besser werden. Außerdem schneller und preiswerter arbeiten, neue Ideen und Anregungen bekommen und Kontakte knüpfen. Neben einem theoretischen Teil, vorgetragen von namhaften Referenten, wurden in Praxisseminaren Techniken und Produkte vorgestellt.

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Die großen Abräumer beim Best-of-the-Best Award der CHEF-SACHE hießen Johannes King und sein Team, Ralf Bos und Heiko Antoniewicz.

Jedes Jahr werden auch der CHEF-SACHE, dem hochwertigsten Branchen-Symposion des Jahres, die Gewinner des „Best-of-the-Best“ Awards bekannt gegeben. Die Gewinner dieses Awards werden nicht durch eine Jury gewählt, sondern von den Mitarbeitern der Gastronomie, und zwar in direkter Wahl. Dadurch gilt er als der ehrlichste und gleichzeitig der reellste Preis, den man als Mitarbeiter der … weiterlesen

Lust auf Genuss? Vom Insel-Hopping bis Bio-Küche beim 32. Schleswig-Holstein Gourmet Festival

Neues Mitglied, neues Event und 34 Veranstaltungen insgesamt – das 32. Schleswig-Holstein Gourmet Festivals (SHGF) holt wieder spannende Herdchampions mit unterschiedlichen Landesküchen in den ‚echten‘ Norden, um die Feinschmeckerherzen höherschlagen zu lassen. Die ausrichtende Kooperation Gastliches Wikingland e.V. möchte mit solch einem Star-Ensemble nicht nur die Gäste erfreuen, sondern auch deren Genuss-Horizont und den der … weiterlesen

Joel Robuchon (1945 – 2018)

Ein Nachruf von Jürgen Dollase

Einer der ganz Großen der Kochgeschichte ist viel zu früh verstorben. Die Kochwelt trauert, und die, die ihn und seine Arbeit schon seit längerer Zeit begleitet haben, werden schon nach ganz kurzer Zeit der Besinnung erahnen, dass dieser Verlust wahrlich immens ist. Gestatten Sie mir bitte einen auch persönlich eingefärbten Nachruf. Mein Leben mit der Gourmandise ist einfach ganz entscheidend von Joel Robuchon geprägt worden.

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Bühner im Vordergrund, aber ein altes Problem

Thomas Bühner
Foto (c) www.niklasthiemann.de
Die Schließung des Drei Sterne-Restaurants La Vie in Osnabrück holt ganz schnell eine alte Streitfrage wieder an die Oberfläche. Ja, es ist klar, wenn das La Vie satte Gewinne abgeworfen hätte, wäre es vermutlich nicht geschlossen worden und ja, auf diese kalte Weise wird wieder einmal klar, dass ein Teil der Spitzenküche auf Gedeih und Verderb ihren Financiers ausgeliefert ist. Viele Hotelbesitzer oder Investoren, die nicht so nach dem direkten Gewinn sehen, haben normalerweise gute Gründe, sich trotzdem ein solches kulinarisches Glanzlicht zu leisten, weil es einen enormen Image-Gewinn bringt und sich – quer gerechnet – meist durchaus lohnt. So weit, so schlecht und immer möglichen rein wirtschaftlichen Entscheidungen ausgeliefert. Ich erinnere mich, dass ich bei gegebenen Anlässen z.B. Hoteliers mit Gourmetrestaurants auch schon einmal gerne als Kulturträger gelobt und ihnen für ihren Einsatz zugunsten der Kochkunst gedankt habe. Sie hören das gerne, obwohl sie genau wissen, dass auch bei ihnen in letzter Instanz das Portemonnaie entscheidet.

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INTERGASTRA wird neuer Partner der CHEF-SACHE

Der Zusammenschluss der Gourmet-Profis ist besiegelt: Gemeinsam mit FLEET Events und Edition Port Culinaire veranstaltet die INTERGASTRA künftig das Avantgarde Cuisine Festival in Düsseldorf.

Nach jeweils langjährigen Erfahrungen in der Spitzen-Gastronomie werden die Kompetenzen und Qualifikationen zukünftig gebündelt. Die inhaltliche Stärke des Gourmet-Formats wird von erweiterten Branchenkontakten und zusätzlichen Kommunikationshebeln seitens der Messe Stuttgart unterstützt und künftig unter gemeinsamer Führung weiterentwickelt.
Grund des Zusammenschlusses ist nicht nur das gemeinsame Interesse für die Gastronomie, sondern auch dem Avantgarde Cuisine Festival zu neuer Stärke zu verhelfen. „Diese neue Partnerschaft sichert eine nachhaltige Weiterentwicklung auf höchstem Spitzen-Niveau. In Kombination mit dem Feinschliff von Thomas Ruhl nutzen wir wertvolle Synergieeffekte“, so Dr. Thomas Köhl von FLEET Events, Geschäftsführer.

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