Kommissar Kopper in Italien

Das Sizilien KochbuchAndreas Hoppe: Das Sizilien-Kochbuch. Südwest-Verlag/Random House, München 2017. 192 S., Hardcover, 24,99 Euro

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Kurz vor Ausstrahlung seiner letzten Folge als Tatort-Kommissar mit Ulrike Folkerts/Lena Odenthal veröffentlicht Schauspieler Andreas Hoppe „Das Sizilien-Kochbuch“. Die „Versuchsaufstellung“ ist dabei ein wenig verwirrend. Hoppe folgt sozusagen den Spuren von Mario Kopper, dem man – ohne weiteres glaubhaft – eine halb-italienische Biographie gegeben hat. Hoppe ist auch persönlich sehr an italienischem Essen interessiert und kocht auch selber.

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Neu: Kochbuch des Monats

Antoniewicz VegetarischEs wird bei EAT-DRINK-THINK die Auszeichnung „Kochbuch des Monats“ und einmal im Jahr auch die „Kochbücher des Jahres“ geben, dort dann in verschiedenen Kategorien und aufgeteilt in „national“ und „international“. Ich habe mich dazu entschlossen, die langjährige Arbeit für mein „FAZ – Esspapier“ in dieser Form fortzuführen und meine Kochbuch-Kenntnisse weiter zu nutzen.

Die Beschäftigung mit Kochbüchern führt leider in vielen Medien ein absolutes Schattendasein, obwohl der Markt riesig ist und die Konsumenten noch nie in ihrem Leben so viele Kochbücher zu Hause stehen hatten, wie heute. Bei EAT-DRINK-THINK werde ich versuchen, die Spreu vom Weizen zu trennen und transparent zu machen, für welchen Bedarf welcher Inhalt sinnvoll ist oder in welchen Büchern sich wirklich bemerkenswerte Ideen verbergen.

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Alfons Schuhbecks „Meine neubayerische Küche“: Fortschritt oder Sackgasse?

Alfons Schuhbeck’s „Meine neubayerische Küche“:Das neue Buch von Alfons Schuhbeck hat wieder einmal etwas mit der bayerischen Küche zu tun, über die er schon eine große Anzahl von Büchern geschrieben hat. Mittlerweile zählt der 68-Jährige zu den erfolgreichsten kulinarischen Multiunternehmern mit einer Vielzahl von Aktivitäten, die er bisweilen unter rigoroser Nutzung seiner TV-Präsenz betreibt. Dabei löst er unter Gourmets wie Kollegen bisweilen Unverständnis aus. So konnte er sich z.B. mit medialer Macht für das breite Publikum erfolgreich als „Gewürzpapst“ inszenieren und damit einen eigenen Geschäftszweig installieren – obwohl mit Spitzenkoch Ingo Holland und seinem „Alten Gewürzamt“ längst überragende Qualitäten angeboten wurden, und er dessen Qualität in keiner Weise erreichte.

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Lesen wie Gott in Frankreich

Französische Bücher

Bei der Frankfurter Buchmesse vom 11.–15. Oktober ist das besonders herausgestellte Gastland in diesem Jahr Frankreich. Ich persönlich freue mich schon auf eine Podiumsdiskussion mit Marc Haeberlin von der „Auberge de l’Ill“ auf dem Stand der Süddeutschen Zeitung. Hier in unserer Rubrik „Rezensionen“ möchte ich heute dringend daran erinnern, dass die französische Spitzenküche nach wie … weiterlesen

Das Buch kommt, der Koch geht. Paul Stradners „Grande Cuisine“

Grande Cuisine Matthaes-Verlag

Paul Stradner: Grande Cuisine. Matthaes-Verlag, Stuttgart 2017. 280 Seiten, gebunden, 69,90 Euro

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Gerade eben ist sein Buch erschienen, da kommt quasi parallel die Meldung, dass Paul Stradner, Chefkoch im Gourmetrestaurant von „Brenner’s Park Hotel“ in Baden-Baden, im Oktober in die „Villa Lalique“ zu Jean-Georges Klein wechselt. Eigentlich müsste man sagen: „zurückkehrt“, weil Stradner nach seiner Zeit bei Harald Wohlfahrt (2002 bis 2009) von 2009–2012 schon einmal bei Klein (damals noch in der „L’Arnsbourg“ in Baerenthal) gearbeitet hat.

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Christian Rätsch: Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen.

Enzyklopädie der psychoaktiven PflanzenVorbemerkung
Liebe Privatköche, liebe professionelle Köche, Sie müssen jetzt einmal noch mehr Charakter zeigen, als Sie ohnehin schon haben. Ich werde Ihnen nun ein Buch vorstellen, dessen Inhalt – sagen wir: ein gewisses über das normale Maß hinausgehende Potential hat. Ich werde Ihnen nicht vorschlagen, den Inhalt in Ihrer Küche zu nutzen und schon gar nicht darüber spekulieren, was sich alles an besonderen Situationen einstellen könnte, wenn Sie denn von diesem Inhalt Gebrauch machen. Ich werde darüber hinaus – Sie sehen mich ja nicht, während ich diesen Text schreibe – jede Anspielung vermeiden und auch nicht von einer klammheimlichen Freude berichten, die mich bei der Lektüre des Buches irgendwie beschlichen hat. Es ist also Ihr Ding, was sie damit anstellen. Ich informiere nur darüber, das es so etwas gibt. Nun denn, sei’s drum.

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Im grünen Himmel. Drei hervorragende Bücher, um endlich mit der Natur kochen zu können

Essbare Wildpflanzen

Steffen Guido Fleischhauer, Jürgen Guthmann, Roland Spiegelberger: Essbare Wildpflanzen. AT – Verlag, Aarau und München 2015, 256 S., Broschur, 17.90 Euro Rudi Beiser: Kräuterglück. Genussvoll Gärtnern mit Küchen- und Wildkräutern. Ulmer Verlag, Stuttgart 2015, 286 S., geb., 29.90 Euro Karin Greiner: Bäume in Küche und Heilkunde. AT – Verlag, Aarau und München 2017, 263 S., … weiterlesen

Melba. Pastry Magazine by Apicius & Montagud Editores.

Melba. Pastry Magazine by Apicius & Montagud Editores. Montagud Editores, Barcelona 2017. 360 S., Broschur, 49 Euro (parallel in französischer und englischer Sprache)

Melba Pastry MagazineInformation
Der spanische Verlag Montagud Editores ist einer der ganz wenigen Verlage weltweit, die sich konsequent mit der modernen Küche befassen. Seine Veröffentlichungen, darunter neben spanischen Ausgaben internationaler Kreativköche Bücher von fast allen spanischen Avantgardestars und das Avantgardemagazin „Apicius“, haben wesentlich zur Verbreitung der Ideen der spanischen Küche beigetragen und sind wichtige Medien der internationalen Kommunikation. Nun gibt es ein neues Patisseriemagazin namens „Melba“, das ganz nach Art vieler spanischer Kochbücher gehalten ist: Man kommt zur Sache und hält sich nicht mit vielen Vorreden und mehr Gestaltung auf, als unbedingt notwendig ist.

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Virgilio Martínez: Central. Phaidon Verlag

Virgilio Martínez: Central. Phaidon Verlag, London und New York 2016. 256 Seiten, gebunden, geprägter Umschlag, 35,99 Euro (Amazon). In englischer Sprache.

Das Buch „Central“Information
Virgilio Martinez ist der profilierteste der südamerikanischen Köche. Mit seinem Restaurant „Central“ in Lima, Peru, belegt er in der aktuellen Liste der World’s 50 Best Restaurants (2017) Platz fünf, nach Platz vier im Vorjahr. Der 1977 geborene Koch begann zuerst ein Jurastudium, brach aber nach drei Jahren ab und wurde Koch. Seine Ausbildung ist ausgesprochen international. Er kochte z.B. in Singapur, New York, bei „Astrid y Gastón“ in Madrid und bei Drei-Sterne-Koch Santi Santamaria im „Can Fabes“ in Sant Celoni, Spanien.

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Salvador Dali: Die Diners mit Gala. Taschen-Verlag

Salvador Dali: Die Diners mit Gala. Taschen-Verlag, Köln 2016.
324 Seiten, gebunden, Ganzleinen, 49,90 Euro

Das Buch: „Salvador Dali: Die Diners mit Gala.“Etwas überraschend hat der TASCHEN-Verlag das Buch des spanischen Surrealisten Salvador Dali „Die Diners mit Gala“ wieder auf den Markt gebracht. Das opulente Werk erschien erstmals 1973 in französischer Sprache unter dem Titel „Les diners de Gala“, 1974 dann in deutscher Übersetzung. Dali (1904–1989) hat darin seine berühmten Galadiner mit seiner Frau und Muse Gala (1894–1982) festgehalten und ausgeschmückt. Kenner der kulinarischen Geschichte der letzten Jahrzehnte werden schon bei der Jahreszahl zusammenzucken. 1973, das war noch vor der großen Zeit der Nouvelle Cuisine, und wenn man dann liest, dass die Köche von „Lasserre“, „La Tour d’Argent“, „Maxim’s“ und vom „Bufett de la Gare de Lyon“ für den überwiegenden Teil der Rezepte verantwortlich zeichnen, könnte man dann so langsam abwinken.

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