Couch Potato

So wie viele verrückte und abenteuerliche Geschichten beginnt auch diese hier auf der Internetseite eines Auktionshauses. Als ich vor einigen Jahren in das berüchtigte „Home of the booze“ – mein Kölner Innenstadtquartier – gezogen bin, fehlte es an allen Ecken und Enden. Es galt beinahe einen ganz neuen Haushalt einzurichten, da ich das meiste meiner … weiterlesen

Voller Erfolg beim VieVinum-Jubiläum

VieVinum 2018 © ÖWM:Anna Stöcher
VieVinum 2018 © ÖWM: Anna Stöcher

Von 9. bis 11. Juni wurde die Wiener Hofburg wieder zum Mekka für Freunde des österreichischen Weins – und jene, die es noch werden wollen. 15.000 Besucher aus fast 50 Ländern trafen bei der 20-jährigen Jubiläumsausgabe der VieVinum auf 550 österreichische Winzer und das Gastland Schweiz. Das erste Feedback der internationalen Fachbesucher, die auf Einladung der Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM) zur VieVinum gekommen waren, bezeugt die außergewöhnliche Wertschätzung für die vielleicht schönste Weinmesse der Welt.

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Mister Melone

Festivals sind merkwürdige Veranstaltung, finden Sie nicht auch? Das meine ich gar nicht abwertend – ganz im Gegenteil, ich bin ich nämlich ein großer Freund derartiger Spektakel. Festivals treiben die unterschiedlichsten Leute zusammen, den Querschnitt der Menschheit, wenn man so möchte. Sie kommen zwar alle aus demselben Grund, wegen einem, einander verbindenden Interesse, aber dennoch könnten sie zum Teil unterschiedlicher nicht sein. Spärlich über das Jahr verteilt, schaffen sie uns doch einen Freiraum, die Möglichkeit aus dem Alltag auszubrechen und ein stückweit der Vernunft und aller damit einhergehenden Eintönigkeiten zu entgehen. Während ich tatsächlich von Jahr zu Jahr vernünftiger werde (ein Prozess, gegen den man sich kaum zu wehren vermag, egal, wie sehr man sich auch bemüht), habe ich auf einem Festival – also drei oder vier Tage im Jahr – die Möglichkeit, alle Vernunft und vielleicht sogar einen Teil der Realität auszusperren und über Bord zu werfen.

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Rowan Park

Ich habe eine starke Verbindung zu Großbritannien. Habe ich das schon einmal erwähnt? Ich glaube nicht. Und wenn doch, dann haben sie leider Pech gehabt, denn ich werde es dennoch erzählen. Das ist das Schöne am geschriebenen Wort, sie können mich nicht unterbrechen. Sie können aufhören zu lesen (was ich zugegebenermaßen mehr als bedauerlich fände), … weiterlesen

Fill Your Darlings

In den letzten Jahren hat es bei den Verbrauchern ein Umdenken gegeben. Tatsächlich ist es so, dass sich ein breites gesellschaftliches Bewusstsein für gute Spirituosen und ein Interesse an der Sache selbst entwickelt hat. Auf einem Gin-Festival konnte ich zuletzt meine Annahme dahingehend bestätigen. Die Besucher dort haben sich mit ihrem Hintergrundwissen gegenseitig zu übertrumpfen versucht, während sie erzählten, wie viele verschiedene Gins sie zuhause haben. In diesem Kontext habe ich eine weitere Beobachtung gemacht und damit meine ich nicht, dass offenbar jeder, der eine Badewanne hat, auch einen eigenen Gin herstellt. Verstehen Sie mich hier nicht falsch, wenn ich das Ganze wieder einmal polemisch formuliere – Sie kennen mich ja mittlerweile und wissen, dass ich einfach nicht anders kann. Ich liebe die Vielfalt und habe lieber eine große Auswahl, bei der man vielleicht einige Abstriche machen muss, als keine Auswahl, bei der man keine Abstriche mehr machen kann.

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Telecaster

Ich war nicht immer so ein ruhiger und gelassener Typ – wussten Sie das? Natürlich nicht, woher auch, ich hatte es ja selbst schon beinahe vergessen. Neulich, da habe ich mich in meinen Keller gewagt, weil ich etwas holen musste. Ich erinnere mich nicht genau was es war, im Grunde spielt es auch keine Rolle, … weiterlesen

Ladybird

Sie war schon eine ganze Weile im Bad gewesen. Immer mal wieder ist sie herausgekommen – mal im Morgenrock, mal mit allerhand Werkzeug im Haar, mal im Bademantel, mal mehr, mal weniger gut gelaunt. Vielleicht hatte es damit zu tun, dass es Samstag war und sie bald zur Arbeit musste. Womöglich war es aber eher noch, dass ich im Gegensatz zu ihr nicht zur Arbeit musste. Immer wenn sie grimmig schauend aus dem Badezimmer kam, blickte ich wieder blitzschnell in das tiefe Schwarz meines Kaffeebechers und sagte nichts. Das hatte ich jedenfalls schon gelernt.

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Old-Timer

Immer wenn sich die ersten richtigen Sonnenstrahlen des Jahres blicken lassen, muss ich an meine Kindheit denken. Ich erinnere mich daran, wie sehr ich mich darüber gefreut habe, wenn ich endlich wieder mit meinen Freunden draußen spielen und herumtollen konnte. Wenn ich an früher denke, dann kommt mir unweigerlich das Bild des rostroten Opel Kadett … weiterlesen

Poor Fool

Es gibt zwei Dinge, an denen ich ausmachen kann, dass es Frühling wird. Erstens, es wird mir immer öfter zu warm in der Jacke, sei es auch nur eine leichte aus Jeansstoff. Ich fange schon bei den alltäglichsten Arbeiten darin zu schwitzen an und fühle mich unwohl. Diese Erkenntnis kann sich in diesem schönen Land oft als Trugschluss herausstellen. Oft, wenn die Jacke gerade mit anderen Winterklamotten im Keller gelandet ist, weil man der Meinung war, dass es nun wärmer werden würde, schlägt uns das Wetter ein Schnippchen und es wird noch ein letztes Mal und auf einen Schlag so bitterkalt, dass wir wieder in den Keller müssen (und ich glaube, dass ich den Zustand meines Kellers bereits an der ein oder anderen Stelle erwähnte), um den Krempel für eine letzte Woche voller Kälte wieder hochzuholen. Der zweite Hinweis ist dahingehend etwas zuverlässiger. Es kommt öfter vor, dass ich mit meiner Lebensgefährtin – wir sind beide hingebungsvolle Barflies – einen Spaziergang von der letzten Bar nach Hause mache. Dabei spielt es gar keine große Rolle, wie weit entfernt diese Bar ist, es geht um die Zeremonie selbst. Man kann sich noch etwas die Beine vertreten, ich meinen letzten Old Fashioned und sie ihren letzten Gimlet etwas sacken lassen und die Stille und Zweisamkeit nutzen, um einige Passagen aus der „Rocky Horror Picture Show“ zu rezitieren. Und ich glaube wir alle wissen, was ich mit „rezitieren“ an dieser Stelle meine. Nun kommen wir zurück zu meinem Frühlingsbarometer. Wenn ich feststelle, dass nicht nur sie und ich den frühen Morgen mit unserem Gesang begrüßen, sondern auch unsere kleinen Freunde in den Bäumen zirpen und zwitschern, dann meine lieben Leser, hat für mich der Frühling begonnen. Bevor ich allerdings meinen dieswöchigen Cocktail vorstelle, möchte ich eine meiner Lieblingsanekdoten zum Thema Frühling zum Besten geben. Sie haben doch nichts dagegen, oder?

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