Fallen Leaves

Es machte ein klackendes Geräusch, als ich die Lampe an meinem selbstgebauten Schreibtisch einschaltete. Die Lampe ist alt, in einem Beigeton lackiert, der von der Zeit gezeichnet ist, und scheint aus dem Nachlass einer Universität oder einer Schule zu stammen. Eine gewöhnliche, althergebrachte Glühbirne befindet sich in der Fassung, die irrwitzige 60 Watt auf die … weiterlesen

Chatterbox

Ich möchte ehrlich sein. Ich habe in den letzten Jahren eine geheime Leidenschaft entwickelt. An der ein oder anderen Stelle erwähnte ich bereits, dass ich viel Zeit für mich und meine Gedanken brauche und mich daher in vielen Situationen alleine wiederfinde. Nicht auf eine einsame Art, sondern mit einer Zeitung im Café oder einem guten … weiterlesen

Fervent Wish

Das Thermometer in meiner Wohnung steigt auf beinahe 40°C, als ich es nach meinem Mittagsschläfchen kontrolliere. Von einem tatsächlichen Mittagsschläfchen kann man im Grunde nicht sprechen, es sei denn man erachtet es als besonders entspannend in einem klammen Bett zu liegen, während das Bettlaken an seinem Rücken klebt und man sich fragt, ob es nicht eine gute Idee wäre, Bewerbungen in eine kältere Region zu versenden. Nach Grönland zum Beispiel. Nachdem ich mich wieder ins Bett gelegt habe, an einen Fleck, der noch nicht warm und verschwitzt ist, liege ich so da und starre an die Decke. Das mache ich oft und es hilft mir ungemein, wenn ich nachdenken möchte. Wenn man die Antwort auf eine Frage sucht, dann hilft es oft an etwas völlig abstruses zu denken, was mit der ursprünglichen Frage rein gar nichts zu tun hat. Als ich mir also versuche vorzustellen, wie viele einzelne Holzspäne sich wohl an meiner Raufaserzimmerdecke befinden, kommt mir plötzlich ein Gedanke: Warum wollen wir Menschen immer das haben, was wir nicht haben können? Gar nicht so einfach zu beantworten, habe ich Recht? Gut so. Wenn doch, dann wäre meine Kolumne ja auch sonst schon wieder zu Ende.

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Couch Potato

So wie viele verrückte und abenteuerliche Geschichten beginnt auch diese hier auf der Internetseite eines Auktionshauses. Als ich vor einigen Jahren in das berüchtigte „Home of the booze“ – mein Kölner Innenstadtquartier – gezogen bin, fehlte es an allen Ecken und Enden. Es galt beinahe einen ganz neuen Haushalt einzurichten, da ich das meiste meiner … weiterlesen

Voller Erfolg beim VieVinum-Jubiläum

VieVinum 2018 © ÖWM:Anna Stöcher
VieVinum 2018 © ÖWM: Anna Stöcher

Von 9. bis 11. Juni wurde die Wiener Hofburg wieder zum Mekka für Freunde des österreichischen Weins – und jene, die es noch werden wollen. 15.000 Besucher aus fast 50 Ländern trafen bei der 20-jährigen Jubiläumsausgabe der VieVinum auf 550 österreichische Winzer und das Gastland Schweiz. Das erste Feedback der internationalen Fachbesucher, die auf Einladung der Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM) zur VieVinum gekommen waren, bezeugt die außergewöhnliche Wertschätzung für die vielleicht schönste Weinmesse der Welt.

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Mister Melone

Festivals sind merkwürdige Veranstaltung, finden Sie nicht auch? Das meine ich gar nicht abwertend – ganz im Gegenteil, ich bin ich nämlich ein großer Freund derartiger Spektakel. Festivals treiben die unterschiedlichsten Leute zusammen, den Querschnitt der Menschheit, wenn man so möchte. Sie kommen zwar alle aus demselben Grund, wegen einem, einander verbindenden Interesse, aber dennoch könnten sie zum Teil unterschiedlicher nicht sein. Spärlich über das Jahr verteilt, schaffen sie uns doch einen Freiraum, die Möglichkeit aus dem Alltag auszubrechen und ein stückweit der Vernunft und aller damit einhergehenden Eintönigkeiten zu entgehen. Während ich tatsächlich von Jahr zu Jahr vernünftiger werde (ein Prozess, gegen den man sich kaum zu wehren vermag, egal, wie sehr man sich auch bemüht), habe ich auf einem Festival – also drei oder vier Tage im Jahr – die Möglichkeit, alle Vernunft und vielleicht sogar einen Teil der Realität auszusperren und über Bord zu werfen.

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Rowan Park

Ich habe eine starke Verbindung zu Großbritannien. Habe ich das schon einmal erwähnt? Ich glaube nicht. Und wenn doch, dann haben sie leider Pech gehabt, denn ich werde es dennoch erzählen. Das ist das Schöne am geschriebenen Wort, sie können mich nicht unterbrechen. Sie können aufhören zu lesen (was ich zugegebenermaßen mehr als bedauerlich fände), … weiterlesen

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