Kollektion politisch nicht ganz so korrekter Weine (die man trotzdem immer wieder so erstaunlich gerne trinkt).

Folge 3: Brutalis Ich zitiere aus einer Online-Beschreibung: „Der Brutalis ist eine Cuvée der autochthonen Traubensorte Alicante Bouschet und dem internationalen Cabernet Sauvignon. Der Wein hat ein intensives Bukett von Cassis, Kirschen, Vanille, Kakao, Minze und Zeder. Am Gaumen wuchtig, dicht, intensive Frucht mit sehr dichtem Tanninmantel und ein langer Nachhall, der Wein ist ein … weiterlesen

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Folge 2: Zwei gute Erlebnisse mit Lidl-Weinen

Als Beobachter der Szene habe ich natürlich auch immer ein Auge auf das Weinangebot der Discounter. Es wäre sicher leicht, mal wieder z.B. über das Geschäft mit dem „Namedropping“ zu schreiben, also den vielen Grand Crus oder Cru Classés, die diese Bezeichnung noch tragen dürfen, sie aber längst nicht mehr verdienen. Ich möchte heute ganz im Gegenteil über zwei positive Erlebnisse berichten, die allerdings in gewisser Weise ebenfalls typisch für das System sind. Es handelt sich um zwei Weine mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Den einen kann man mit etwas Glück noch bekommen, den anderen wohl nicht mehr. Ich beschreibe den „Fall“ trotzdem, weil er sich jederzeit wiederholen kann.

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Für gute Brände muss der Brenner brennen

Gölles und Ralf Bos

Die frühe Geschichte von Bos Food ist untrennbar mit der Geschichte von Alois Gölles verbunden. Schon sehr früh, in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts, konnten wir uns von der unvergleichlich hohen Qualität seiner Essigprodukte überzeugen, die noch heute das Kernsortiment unseres Qualitätsessig-Programms ausmachen. Seine Essige sind oft lange Jahre fassgelagert und erreichen dadurch eine … weiterlesen

Kollektion politisch nicht ganz so korrekter Weine (die man trotzdem immer wieder so erstaunlich gerne trinkt).

Francis Coppola WeinVorbemerkung: Diese neue Reihe beschäftigt sich mit Weinen, die die Türe sozusagen nicht nur einen Spalt öffnen, die nicht verschlossen sind oder nur unter Absingen gregorianischer Choräle gewürdigt werden können. Es sind Weine, die für die Connaisseurs möglicherweise zu dick sind, zu direkt, zu überwältigend, nicht fein genug strukturiert oder zu plakativ. Es sind Weine, die in den Runden von Kennern auch schon mal niedergemacht werden, weil es nicht als ein Ausweis von Kennerschaft gilt, einfach zuzugeben, etwas sei vor allem so süffig und begeisternd, dass man es auch ohne selbstquälerische Analysen trinken kann.

Dass ausgerechnet ich, als Spezialist für differenziertes Schmecken eine solche Serie beginne, hat ganz klare Gründe: Mir ist einfach nichts Menschliches fremd. Irgendwo ermattet von des Tages Arbeit sitzen, und auf einen dieser äußerst gradlinigen Tropfen zu treffen, hat bisweilen etwas sehr, sehr angenehmes.

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Bettina Rogosky, la Signora und ihr Caberlot

Podere Il Carnasciale

Ich hatte das große Glück und Vergnügen, Bettina Rogosky in den frühen 2000er Jahren in der Toskana kennenzulernen. Ich war zu Gast im Weingut „Capannelle“, wo ich am Abend einen Vortrag über Trüffel halten und ein Menü moderieren durfte. Bettina und ihr Kellermeister Peter Schilling waren ebenfalls Gäste des Hauses „Capannelle“. Bettina war meine äußerst … weiterlesen

Champagner von Herbert Beaufort – Filmreife Story über einen „Stoff“ der begeistert

Champagner H.BeaufortWie aus einer hochalkoholisierten Hochzeitsfeier ein Champagner Deal, eine Freundschaft und eine lange Partnerschaft entstand, die schon fast 25-jähriges Jubiläum feiert.

The very, very beginning
Im Jahre 1991 war die Firma BOS FOOD ein ganz zartes junges Pflänzchen, welches damit beschäftigt war mit guten Produkten auf dem Feinkostmarkt Fuß zu fassen. Gerade mal drei Mitarbeiter kümmerten sich um ca. 30 verschiedene Produkte wie Wildreis, Le Puy-Linsen, Safran und getrocknete Spitzmorcheln und um ca. 100 Kunden, die sich größtenteils aus der gehobenen Gastronomie rekrutierten. Ein entfernter Bekannter aus meiner Heimatstadt Meerbusch-Büderich lud mich in dieser Zeit zur Hochzeitsfeier seiner Tochter mit einem jungen Champagnerwinzer ein. Die Hochzeitsfeier fand in einer Scheune in Büderich statt, und von den ca. 100 geladenen Gästen, die ungefähr je zur Hälfte aus Deutschland und aus Frankreich kamen, kannte ich niemanden, außer den Brautvater und seine Gattin. Als Gastgeber hatten sie ohnehin genug andere Pflichten, als sich um mich zu kümmern. So kam es, dass ich mich selbst beschäftigen musste.

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Jeder liebt Champagner

Herbert Beaufort ChampagnerBei kaum einem anderen Thema kann ich mit so viel Erfahrung aufwarten wie bei Champagner. Schon in meiner Lehrzeit vor über vierzig Jahren wurde mein Interesse für diesen Stoff geweckt und dieses Interesse hat sich bis heute gesteigert, ohne je verblasst zu sein. Während der Vorteil früher in der Tatsache bestand, am nächsten Morgen keinen Kater zu haben, entstand mit der Zeit und der Entdeckung der cremigen Mousseux sowie der damit zusammenhängenden Erlebnisse eine Leidenschaft, der ich die schönsten Tage meines Lebens verdanke.

Hier ist der Punkt, an dem eine Unterscheidung angebracht ist. Wir müssen hier zwischen dem streng reglementierten Schaumwein des eng abgegrenzten Anbaugebiets Champagne, der in großen Mengen produziert wird und überall erhältlich ist, und dem unter diesen Voraussetzungen Möglichen unterscheiden.

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Ausg‘steckt is – Heuriger, Buschenschank und Wiener Gemischter Satz

Ausg'steckt is

Prolog: Wiener Wein Die Kultur keiner anderen Großstadt ist so eng mit dem Weinbau und der dazugehörigen Gasthauskultur verbunden wie die in Wien. Auch wenn der Weinbau immer weiter an den Stadtrand gedrängt wurde – im Mittelalter gab es noch Weingärten innerhalb der Stadtmauern – sind Wein und Weintourismus immer noch bedeutende Wirtschaftsfaktoren. Keine andere … weiterlesen

Dinner Cocktail – Bar-Food-Pairing


 

Williams Bar & Kitchen, Düsseldorf

Das Thema der Vermählung von Essen und Getränken beschäftigte das Restaurantwesen von Anbeginn. Naturgemäß aber steht in Restaurants die Speise im Vordergrund, für die der Koch oder der Sommelier in der Regel eine passende Getränkebegleitung sucht. Bars hingegen speisten ihre Gäste gerne mit einigen kulinarisch unauffälligen Snacks ab und verließen sich lieber auf ihre gehaltvollen Cocktails. Doch schon seit Jahren ist ein neuer Trend zu entdecken. Bar-Food ist in aller Munde und dabei ist das Pairing von Food und Cocktails so facettenreich, dass man sich unweigerlich fragt: Wie konnte dieses weite Feld so lange unbeackert bleiben? Jetzt aber wird es bestens bestellt. Die Williams Bar & Kitchen in Düsseldorf geht dabei voran. Zeit für einen Besuch.

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