Die großen Abräumer beim Best-of-the-Best Award der CHEF-SACHE hießen Johannes King und sein Team, Ralf Bos und Heiko Antoniewicz.

Jedes Jahr werden auch der CHEF-SACHE, dem hochwertigsten Branchen-Symposion des Jahres, die Gewinner des „Best-of-the-Best“ Awards bekannt gegeben. Die Gewinner dieses Awards werden nicht durch eine Jury gewählt, sondern von den Mitarbeitern der Gastronomie, und zwar in direkter Wahl.
Dadurch gilt er als der ehrlichste und gleichzeitig der reellste Preis, den man als Mitarbeiter der Gastronomie gewinnen kann. Gewählt wird in folgenden neun Kategorien:

Meister/in der Weine (Sommelier)
Mr./Mrs. Feel Good (Serviceleitung)
Unternehmen (Handelspartner)
European Champion (Bester Koch Europas)
Impulsgeber (Impulsgeber)
Lebenswerk (Lebenswerk)
Nationalheld (Bester Koch Deutschlands)
Grand Seigneur (Persönlichkeit)
Hot Spot (Bestes, aktuelles Restaurant)

Unter der Seite www.chef-sache.eu/awards/ kann man die Top 10 einer jeden Kategorie anschauen.

Es fällt sofort auf, dass sich die Bewertung von innen heraus sehr stark von der Außenwahrnehmung unterscheidet. Große Namen werden zwar geführt, aber nicht mit der Wucht, mit der sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Auch die TV-Präsenz spielt innerhalb der Branche eine eher untergeordnete Rolle. Was sich aber in allen Kategorien bemerkbar macht, ist die Authentizität.

Bestes Beispiel ist Johannes King und sein Söl’ring Hof Team auf Sylt. Außerhalb der Gastronomie als feines Landhotel mit externem Bistro wahrgenommen, wird er in der Branche für seinen andauernden Kampf um eine bessere Gastronomie dermaßen geliebt, dass er und sein Team in gleich fünf! Kategorien den ersten Platz belegte. Zwei davon (Serviceleitung und Sommelier) holte alleine seine bezaubernde Mitstreiterin Bärbel Ring.

Heiko Antoniewicz teilte sich mit Johannes Kings Küchenchef, Jan-Philipp Berner aufgrund der genau gleichen Anzahl der Stimmen den ersten Platz in der Kategorie Impulsgeber. Einen weiteren ersten Platz für Berner war für die Kategorie Hot Spot und ein weiterer erster Platz für Antoniewicz war für die Kategorie Nationalheld, in der Berner immerhin den dritten Platz machte. Insgesamt war der Söl’ring Hof damit in sechs der sieben Gastronomiekategorien erfolgreich (fünfmal erster, einmal dritter). Nur in der Kategorie European Champion mussten sie sich geschlagen geben. Hier zählt neben der Herkunft auch die Herkunft der Gäste und da sind die Sylt-Gäste nicht so international.

Ganz anders beim Aqua im Ritz Carlton in der Wolfsburger Autostadt. Dort ist die Kundschaft überwiegend international und deshalb hat diesen Preis auch niemand mehr verdient als Sven Elverfeld. Der seit vielen Jahren nicht nur drei Michelin-Sterne sein Eigen nennt, sondern auch ein sicherer Garant für die nationale Küche im Ausland ist.

Zwei Kategorien waren Branchenpartnern vorbehalten. Einmal das Unternehmen (Handelspartner) und einmal der Grand Seigneur, bei dem eine Persönlichkeit gewählt wird, die aus der Gastronomie stammen kann oder sich besonders für die Gastronomie einsetzt.
In beiden Fällen wurde Ralf Bos bzw. seine Firma BOS FOOD mit recht hohem Abstand gewählt. Den Preis zum Grand Seigneur nahm Ralf Bos zum fünften Mal und mit großer Freude entgegen. Den Preis für das beste Unternehmen lehnte er jedoch auf der Bühne mit der Begründung, dass er ihn nicht verdient hätte, kategorisch ab.

Allerdings nur um ihn gleich darauf an die Leute weiterzugeben, die ihn wirklich verdient haben. An seine Mitarbeiter und an seine drei wunderbaren Töchter. Diese freuten sich über ihren Preis mindestens genau so sehr wie ihr alter Herr über seinen. Dazu sagte Ralf Bos: „Mir ist es hundert Mal wichtiger, dass meine Mitarbeiter für ihre Arbeit und ihren Einsatz eine Wertschätzung bekommen, als meine Ernennung zum Grand Seigneur. Aber freuen tu ich mich trotzdem darüber.“

Der Preis für das Lebenswerk wäre mit großer Sicherheit an Eckart Witzigmann oder Harald Wohlfahrt gegangen. Aber Beide hatten darum gebeten, nicht gewählt zu werden, was, wenn man auf dem Olymp wohnt, nicht verwerflich ist. So wurde ihr Wunsch auf dem Wahlzettel notiert. Die Tatsache, dass sie trotzdem eine respektable Anzahl von Stimmen bekommen haben, zeigt an, was ohne diese Bitte passiert wäre. Also musste auch hier Johannes King hinhalten. Nicht das ihm dieser Preis nicht gegönnt ist, aber Johannes King ist mehr ein Lausbub als ein Mann, den man für sein Lebenswerk ehrt. Diese Leute sollten zumindest weiße Haare haben. Johannes King färbt sie noch nicht einmal. Er ist großartig, aber noch viel zu jung dafür.

Der „Best-of-the-Best“ Award ist ein wichtiger Preis, der die Köpfe der Branche in die richtige Richtung dreht und verdient größtmögliche Beachtung innerhalb, wie außerhalb der Branche.

Pressekontakt:
Saskia Bos
Sr.bos@bosfood.de

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