Lekker / Niederlande 2018

Bei unseren Nachbarn in den Niederlanden ist der wichtigste Führer neben dem Michelin ein Führer im Zeitschriftenformat mit dem Titel „Lekker“. Anders als bei fast allen Restaurantführern produziert er für die ersten 100 Plätze ein eigenes Ranking. Die Beschreibung der insgesamt 500 besten Restaurants ist unterschiedlich lang und – sagen wir: nicht besonders analytisch, selten kritisch und kulinarisch eher von begrenzter Aussagefähigkeit. Man zählt meist die Elemente von Gerichten auf, bleibt in der stilistischen und qualitativen Einordnung der Restaurants aber meist unklar. Dafür wird gerne auch über den zum Essen getrunkene Wein berichtet. In der Sicht von „Lekker“ wird in den Niederlanden ganz hervorragend gekocht. Die Tendenz zu einer Art niederländischem Mainstream und der Mangel an wirklich kreativen Küchen wird üblicherweise nicht thematisiert.

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Der Hummer kehrt zurück

Auf den Gemälden des späten Mittelalters ist der Hummer meist als Krönung eines opulenten Mals abgebildet und noch bis in die Generation unserer Eltern galt der Hummer als die Personifizierung der Delikatesse. In den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts begann die schleichende Rückentwicklung. Der Hummer verwandelte sich von einer Delikatesse in ein Nahrungsmittel, das man … weiterlesenDer Hummer kehrt zurück

Foie gras

Foie gras wird umgangssprachlich Gänsestopfleber genannt und den Franzosen zugeordnet, was aber eigentlich nicht richtig ist. Ein Großteil der in Frankreich produzierten Foie gras kommt von Enten – über 90%. Dennoch hat die Bezeichnung Gänsestopfleber sich in den Köpfen der Köche der gehobenen Gastronomie und der Gourmets manifestiert.

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KOCHBUCH DES MONATS NOVEMBER 2017

Massimo Bottura & Friends: Bread Is Gold. Extraordinary Meals with ordinary Ingredients. Phaidon Verlag, London und New York 2017. 422 Seiten, gebunden, Flexicover, 39,95 Euro (in englischer Sprache) Zuallererst muss man noch einen Satz zitieren, der gleich auf der einer der ersten Seiten des Buches zu finden ist: „Dieses Buch ist der Vermeidung von Lebensmittel-Verschwendung … weiterlesenKOCHBUCH DES MONATS NOVEMBER 2017

Anna Matscher: Schnittlauch statt Petersilie.

Lust auf Kochen mit Südtirols Sterneköchin. Folio Verlag, Bozen und Wien 2017. 216 Seiten, gebunden, 38 Euro Die Südtiroler Küche hat oft eine ganz eigene Faszination – je nachdem, wo sie zwischen alpiner Küche und italienischer Küche lokalisierbar wird. Von der alpin en Küche hat sie im besten Falle eine solide Bodenständigkeit mit klaren regionalen … weiterlesenAnna Matscher: Schnittlauch statt Petersilie.

Küchen der Zukunft – Küchen mit Zukunft

Folge 7: Das Monasterio-Konzept Prolog: Das große Missverständnis Fast alle Köche und Restaurateure folgen einem sehr einseitigen Verständnis von Gastronomie. Genuss bedeutet in dieser Sicht immer „viel Essen“, am besten in einer lebhaften Gesellschaft oder irgendwo, wo es nach Üppigkeit oder Luxus aussieht. Das Essen in dieser Form ist nahe am traditionellen Verständnis von Festen … weiterlesenKüchen der Zukunft – Küchen mit Zukunft

Das kulinarische Werk: Michael Kempf „Short Rib BBQ, Artischocke, Melone und Liebstöckel“

Short Rib BBQ, Artischocke, Melone und Liebstöckel

Vorbemerkung: Um die ganze Qualität überragender kulinarischer Kreationen zu erfassen, reicht es nicht – wie das so oft der Fall ist – die Einzelteile aufzuzählen und festzustellen, dass es gut schmeckt. Die wirklich überragenden Kompositionen haben Raffinesse in vielen ausgeklügelten Details und vor allem komplexe Zusammenhänge verschiedener Art, die letztlich ihre Wirkung ausmachen. Deshalb gibt … weiterlesenDas kulinarische Werk: Michael Kempf „Short Rib BBQ, Artischocke, Melone und Liebstöckel“

Sollte die „Slow Food“ – Organisation ihre Strategie ändern?

In den Pressemeldungen der Slow-Food-Organisation wird häufig ein ziemlich großes Rad gedreht. Es geht an Globales, an die Politik und sehr Vieles in sehr großem Rahmen. Dem gegenüber steht natürlich auch viel Pädagogisches, der Kampf um gute Produkte, um Nachhaltigkeit und weniger Verschwendung – alles gut und kein Problem. Im Hintergrund taucht aber immer wieder die Frage auf, ob die Argumente denn nun auch Wirkung erzielen, oder ob sie an dem eigentlichen Problem ein gutes Stück vorbeizielen: Was muss man – zum Beispiel – eher ändern, die böse Industrie und die mit ihr kooperierende Politik oder den Menschen?

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