Das sieht nicht so besonders gut aus…. Die Plätze 51 – 120 der Best Restaurants sind veröffentlicht

Das sieht nicht so besonders gut aus…. Die Plätze 51 – 120 der Best Restaurants sind veröffentlicht

Kurz vor der Veröffentlichung der Liste der „The World’s 50 Best Restaurants“ am 25. Juni in Singapur gibt es vorab schon die Liste der Plätze 51 bis 120. Die Ergebnisse der Top 50 wird man abwarten müssen, um den Gesamtstatus bewerten zu können. Für die deutschen Köche zeichnet sich aber eine nicht besonders befriedigende Entwicklung ab. Es sieht so aus, als ob Tim Raue wieder der einzige Koch in den Top 50 sein wird.

Die Plätze unter den 51 – 120 sind:

Platz 57 Nobelhart & Schmutzig, eine deutliche Steigerung von Platz 88 im letzten Jahr

Platz 72 Aqua. Ein Platz gestiegen nach 73 im letzten Jahr für Sven Elverfeld

Platz 97 Vendôme nach Platz 66 im letzten Jahr

Platz 118 Ernst, Neueinsteiger in die Liste

Jan Hartwig (Vorjahr 97) ist leider in der Liste nicht mehr aufgeführt

Die teilweise beträchtlichen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr werde ich in der nächsten Woche analysieren und kommentieren.

 

Hier geht es zur Liste 51-120 W50BR-RESULTS-51-120.pdf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Gedanken zu “Das sieht nicht so besonders gut aus…. Die Plätze 51 – 120 der Best Restaurants sind veröffentlicht”

  1. ich halte es für einen grossen fehler, die bedeutung dieser nestle-liste zu überschätzen. es sieht nicht nur für deutsche spitzenköche “ nicht gut“ aus, auf den plätzen 51-100 tummeln sich jede menge internationaler spitzenköche; es bleibt völlig unklar, nach welchen kriterien diese einordnungen und ranglisten zustande kommen. ist platz 56 wirklich schlechter als platz 32? lässt sich die mittlerweile erfreulich individualisierte leistung relevanter köche wirklich in so eine liste packen? ich würde beide fragen verneinen. sinn dieser nestle-liste scheint mir eher zu sein, mediale aufmerksamkeit zu generieren . damit es spannend bleibt, müssen immer neue säue durchs globale aufmerksamkeitsdorf getrieben werden: auffällig die vielen köche auf der bereits veröffentlichten liste aus ländern ohne michelin auf kontinenten wie lateinamerika, asien , australien . hier wird hype gemacht, hier versucht man im besten falle so etwas wie eine revolution des klassischen, von europäischer hochküche geprägten restaurantbegriffs. unberücksichtigt bleibt bei derartigen listen aber so etwas wie die evolution einer küche, eines chefs, die sich zum teil über längere phasen entwickelt. das sind dann küchen , die auf derartigen listen zu kurz kommen, wo es in erster linie darum geht, möglichst neuartige wege zu gehen. das sind prozesse, wie zb in deutschlands hochküche gerade in der schwarzwaldstube oder dem sonnora ablaufen, wo sich über jahrzehnte ein ganz spezieller “ hausstil“ gebildet hat, der jetzt von neuen chefs übernommen/erweitert/entwickelt werden muss. das ist zugegebenermassen vielleicht nicht so spektakulär wie ein neues spitzenlokal in peru, findet daher keinen einschlag auf der nestle-liste.

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