Droht uns der Ernährungswahn? Anmerkungen dazu und zu verhängnisvollen Entwicklungen bei einem anderen neuen Trend

Vor ein paar Tagen habe ich wieder einmal einen Blick auf die Top 100 der Bücher zu „Kochen und Genießen“ bei Amazon geworfen und war entsetzt. Mehr als zwei Drittel der Bücher befassen sich mit allen möglichen gesundheitlichen Aspekten, mit Diäten, mit Fasten, mit dem „Neuanfang mit Ayurveda“, „wie man von Zucker loskommt“ oder „auf … weiterlesenDroht uns der Ernährungswahn? Anmerkungen dazu und zu verhängnisvollen Entwicklungen bei einem anderen neuen Trend

Ganz kleines Karo in Wien. Die lokalen Journalisten kommen mit dem dritten Stern für Juan Amador nicht zurecht

Eigentlich müßte sich jeder, der irgendetwas mit gutem Essen zu tun hat, über den dritten Stern für Juan Amador in Wien freuen. Es trifft schließlich einen Koch, der das Kunststück vollbracht hat, in drei verschiedenen Restaurants dieses Niveau zu realisieren. Jeder Praktiker weiß, dass so etwas nicht von heute auf morgen geht, sondern akribische Arbeit … weiterlesenGanz kleines Karo in Wien. Die lokalen Journalisten kommen mit dem dritten Stern für Juan Amador nicht zurecht

Rätselhafte Entwicklungen bei der Süddeutschen Zeitung

Nein, es geht heute nicht noch einmal um die oft sehr merkwürdigen Restaurantkritiken der Süddeutschen Zeitungen, bei denen scheinbar zufällig Höchstnoten auch für eher schlichte kulinarische Leistungen vergeben werden. Es geht um eine Sache, die in der gestrigen Ausgabe ins Auge fiel (also der vom 12.3.2019), oder – besser gesagt: nicht wirklich ins Auge fiel, … weiterlesenRätselhafte Entwicklungen bei der Süddeutschen Zeitung

Teuner klinkt sich aus

Christoph Teuner (56) hat in einem Artikel in „Falstaff“ mit dem Titel „Avantgarde Adieu“ den bei ihm schon lange schwelenden Konflikt zwischen den kulinarischen Realitäten und seinen persönlichen Vorlieben kulminieren lassen und will in Zukunft „keine Trend-Restaurants mehr betreten“. Diese Wendung – die letztlich auch das Eingeständnis eines Versagens ist – überrascht nicht und ist … weiterlesenTeuner klinkt sich aus

Ein Steigenberger-Hotel und ein Hummermedaillon

Normalerweise würde ich nicht über zwei Gänge in einem Hotel berichten, das ich mehr oder weniger zufällig angesteuert habe. Im Falle des „Steigenberger Hotel Metropolitan“ in Frankfurt muss ich aber einmal eine Ausnahme machen. Das Ereignis ist einfach unschön. Es war an einem Samstagnachmittag vor einem Auftritt in der Frankfurter Genussakademie. Ich gehe üblicherweise in … weiterlesenEin Steigenberger-Hotel und ein Hummermedaillon

Hier fühlt der Gast // Gastro-Beobachtungen

Heute: Paul bricht eine Lanze für Prominenz, die kocht Vor ein paar Jahren schrieb der Spiegel in einem offenen Brief an Alfons Schuhbeck: „Sie haben es geschafft, aus dieser Butterbrot- und Rollmops-Nation eine Art kulinarische Luftnummer zu formen, in der Menschen den Ton angeben, die ein Lamm vernünftig zubereiten können.“ Und in der Tat gibt … weiterlesenHier fühlt der Gast // Gastro-Beobachtungen

Wie aus Unkenntnis Unverständnis wird. Die Süddeutsche Zeitung lässt das „Neobiota“ missverstehen

Die Süddeutsche Zeitung hat in ihrer Ausgabe vom Samstag, den 9. Februar die Autorin Fabienne Hurst über das Kölner Restaurant „Neobiota“ eine Restaurantkritik schreiben lassen. Dabei zeigte die offensichtlich fachfremde Autorin eklatante Verständnisprobleme und fehlende Sachkenntnis und kam zudem zu einer irreführenden Beurteilung, die sich nur auf Teile der Leistungen des Restaurants bezieht.

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Der Spiegel ist auch bei kulinarischen Themen in einer Schieflage

Relotius ist nicht das einzige Spiegel-Problem, und der journalistische Betrüger vielleicht auch ein Symptom für die Schwächen eines Systems, in dem häufig mehr gewollt wird, als man leisten kann oder zu leisten bereit ist. Auf ähnliche Zusammenhänge hat im Spiegel Nr. 52 dann auch Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo hingewiesen. Er meinte sinngemäß, dass die wortreichen Aufklärungen des Spiegels zum Thema Relotius selbst auch schon wieder ein Teil des Problems seien – etwas überdramatisiert in der Darstellung, zu wenig zurückhaltend, zurückgenommen und irgendwie schon wieder dabei, selbst diese hochnotpeinliche, desaströse Geschichte wieder besonders gut zu verkaufen.

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Wenn Minister nicht das Ganze im Auge haben. Julia Klöckner vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und Gesundheitsminister Jens Spahn wollen kein Schulfach „Ernährung“

Julia Klöckner (Foto © Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft)

Im Zusammenhang mit den Diskussionen um Schulessen in der letzten Woche gab es von den zuständigen Ministern Julia Klöckner und Jens Spahn wieder einmal auch Ausführungen zu einem möglichen, seit langer Zeit von vielen Seiten geforderten Schulfach „Ernährung“. Die Minister halten ein Schulfach Ernährung für „nicht nötig“ und glauben, dass es ausreiche, wenn die Informationen zur Ernährung „allgemein in den Schulalltag integriert“ werden. Diese Position erscheint vordergründig politisch motiviert, nicht sachgerecht und nicht zukunftsfähig. Wie häufig in Fragen der Ernährung muss man den Eindruck gewinnen, dass die zuständigen Ministerien eine Balance zwischen Lobby-Interessen suchen (vor allem aus der Nahrungsmittelindustrie) und durch diese politische Motivation von präziseren Denkweisen und Maßnahmen abgehalten werden. Hier einige Punkte zum Thema:

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Kochlegende Heinz Winkler attackiert TV-Küche

In einem Gastkommentar im neuen „Der Große Guide“ kritisiert Heinz Winkler („Residenz Heinz Winkler“, Aschau) vehement die Arbeit von TV-Köchen und die Auswirkungen der Social Media für den Beruf des professionellen Kochs. Winkler kritisiert: • dass das Bild des Kochhandwerks in der Gesellschaft ist durch TV und Social Media in eine Schieflage geraten ist • … weiterlesenKochlegende Heinz Winkler attackiert TV-Küche