Zur Diskussion: Gästeausschluss wegen einer Tomaten- und Sellerie-Allergie in einem deutschen Zwei Sterne-Restaurant?

Was ist passiert? Ein guter Bekannter von mir ist ein bekanntes Mitglied der deutschen Literaturszene und großer Freund von gutem Essen. Er hat selber schon ein Kochbuch geschrieben, besucht regelmäßig hervorragende Restaurants im In- und Ausland und hat auch als Veranstalter schon eine Menge für die Kochkunst getan. Kürzlich wollte er mit seiner Frau in … Weiterlesen

Dokumentiert unsere besten Küchen! Zum Stand repräsentativer Bücher unserer aktiven Drei Sterne-Köche und einiger anderer Kreativer

Dass ich dieses Thema der Kategorie „Gourmetwatch“ zugeordnet habe, hat damit zu tun, dass es hier nicht nur um eine Aufzählung von Büchern unserer besten Köche geht, sondern um eine Frage der Dokumentation. Und da gibt es Probleme, weil der „freie“ Markt ganz offensichtlich nicht dafür sorgt, dass wichtige Informationen in diesem Bereich dokumentiert und … Weiterlesen

Lidl, Frankreich, Ostern: Wird die Gourmandise aldiisiert?

Es ist so gekommen, wie man das schon vor vielen Jahren vermuten konnte: ich habe schon früh geschrieben, dass die Discounter selbstverständlich auch gute Produkte und/oder Produkte anbieten werden, wie sie früher nur für Gourmets ein Thema waren. Voraussetzung ist nur, dass man damit ein gutes Geschäft machen kann. Wir kennen aus Deutschland die Lidl … Weiterlesen

Der Michelin-Wissler-Skandal. Michelin-Analyse, Teil 1

Im Zusammenhang mit der Abwertung von Joachim Wissler vom „Vendôme“ in Schloss Bensberg habe ich vor einigen Tagen angekündigt, dass ich die Arbeit des Guide Michelin kritisch-analytisch unter die Lupe nehmen möchte. Dieser Fall sollte nicht so werden, wie die Abwertung der „Auberge de l’Ill“ der Familie Haeberlin, bei der es weltweit einen kurzen, heftigen … Weiterlesen

Sagen, was ist. Oder doch nicht? Der Spiegel ist seit 75 Jahren ohne Brot und Butter. Sozusagen.

Den „Spiegel“ gibt es nun seit 75 Jahren und ich persönlich bin mit ihm seit meinem 15. Lebensjahr groß geworden. Er ist über lange Jahre hinweg eine meiner wichtigsten Informationsquellen gewesen und ich will nicht ausschließen, dass es auch heute noch Themen gibt, deren komplette Informationen ich aus dem „Spiegel“ habe. Dass ich mich immer … Weiterlesen

Ist Kochen Kunst? Man sollte das Thema wesentlich selbstbewußter diskutieren.

Die Frage, ob Kochen – zumindest in der avancierten Form zum Beispiel von kreativen Spitzenrestaurants – Kunst ist, wird immer wieder diskutiert, oft aber auch schnell ad acta gelegt. Es gibt den Begriff der „Kochkunst“, der schon lange existiert (früher gab es – etwa in Frankfurt – eine jährliche „Kochkunstausstellung“), der aber nie im Vergleich … Weiterlesen

TV-Momente 1.

Die “Küchenschlacht” oder: Wie gut sind Köche als Kritiker? In dieser neuen Serie wird es nicht darum gehen, ganze TV-Sendungen zu analysieren und zu kritisieren. Es wird um besondere Momente gehen, die für einen bestimmten Zusammenhang interessant sind, die ein wenig über den Tellerrand hinausgehen oder aber auch – das kann natürlich passieren – einmal … Weiterlesen

Das Hans Haas – Missverständnis

Zum Abschied von Hans Haas nach 30 Jahren Arbeit im Münchner „Tantris“ hat es eine Menge von Texten gegeben, in denen in der Regel völlig zu Recht das Engagement, das hohe Niveau, die Beständigkeit und das Beharren eines großen Kochs auf seinen kulinarischen Grundsätzen ausführlich gelobt wurde. Diese Berichte und Interviews zum Abschied waren nicht … Weiterlesen

Versagt der Buchhandel oder ist es der Markt? Wo sind die Bücher der besten Köche?

Vorbemerkung: Man muss vorab erst einmal an das geniale Kölner Geschäft „BuchGourmet“ von Dieter Eckel erinnern, das im Jahr 2013 seine Türen geschlossen hat. Eckel hatte nicht nur eine riesige kulinarische Buchhandlung aufgebaut, sondern auch ein großes kulinarisches Antiquariat und – was seine Arbeit ganz besonders machte – eine Abteilung Spitzenküche, die ein tagesaktuelles, weltweites … Weiterlesen

Viel Platz für kulinarische Banalitäten, wenig Platz für einen journalistischen Skandal

Ich muss mit einem Lob beginnen, und zwar für einen Text in der Süddeutschen Zeitung, den ich zuerst kaum gefunden habe. Er hat erst einmal mit der Gourmandise nichts zu tun, auf den zweiten Blick aber in gewisser Weise schon, weil schlechte Prioritäten gesetzt werden. Der Text hat die Überschrift „Geld stinkt doch“ und stammt aus der Süddeutschen von Montag, dem 7.9.2020. Ich habe ihn als Ausriss beigefügt. Es geht darum, dass es zwei bekannte „Damen der Gesellschaft“ namens Friede Springer und Liz Mohn gibt, die viel auf ihr Ansehen und auf Kultur achten, aber sehr viel Geld damit verdienen, dass ihnen gehörende Medien unsägliche journalistische Methoden anwenden. Zitat aus dem Text von Detlef Esslinger:

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