Wozu die Aufregung? Sébastien Bras, Drei-Sterne-Koch, Sohn und Nachfolger von Michel Bras, will nicht mehr im Guide Michelin verzeichnet sein. Man sollte den Ball flach halten.

Das Restaurant „Le Suquet“ in Laguiole ist in der Welt der Kochkunst ein magischer Ort, weil dort der legendäre Michel Bras seine legendäre regional und naturbezogene Küche entwickelt hat. Michel Bras hat das ultramoderne Haus auf dem Hügel in der kargen Landschaft des Aubrac 1992 gegründet. Seit rund acht Jahren ist sein Sohn auch sein … weiterlesen

Paul Pairet vom „Ultraviolet“ in Shanghai bekommt drei Michelinsterne!

Am letzten Sonntag noch auf dem „Chefsache“ – Symposium in Düsseldorf mit einer spektakulären Bühnenpräsentation, heute schon mit drei Sternen ausgezeichnet: Der extrem innovativ denkende und arbeitende Franzose Paul Pairet hat mit seinem Multimedia Chef’s Table nun auch den Guide Michelin vollständig überzeugt.

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Zur Wahl. Wünsche und ein paar Ideen.

Wir alle wissen, dass Politik und Gourmandise in Deutschland noch sehr weit voneinander entfernt sind – zumindest in der Öffentlichkeit. Es gibt keine Partei, von der man in dieser Richtung größere Veränderungen erwarten könnte und so gut wie keine Politiker, die etwas anderes als einen interessengesteuerten kulinarischen Tunnelblick haben. Gut ist nur, was ihnen in … weiterlesen

Der „Feinschmecker“-Restaurantführer 2017/2018: Verdrehte Welt und Genussdiktat aus Hamburg

Der FeinschmeckerDass der Kommentar zum neuen „Feinschmecker“-Führer in unserer Abteilung „Gourmet Watch“ und nicht unter News erscheint, hat seine Gründe in einigen verwirrenden Signalen, die uns – abermals – aus Hamburg erreichen. Es beginnt schon im Vorwort, das überschrieben ist: „Eigener Stil statt Mainstream“. Ausgerechnet der „Feinschmecker“ mit seiner auffälligen Vorliebe für Mainstream-Küchen will nun seinen einseitig ausgewählten Favoriten also auch noch einen explizit eigenen Stil zuschreiben, obwohl Köchen wie Gästen seit langem klar ist, dass ein Hauptproblem der deutsche Spitzenküche im internationalen Vergleich eben dieser Hang zum Mainstream ist. Man bewundert vielleicht das Handwerk, fragt sich aber immer wieder, warum denn viele Spitzenküchen der Welt klare regionale und traditionelle Bezüge zeigen, kaum aber die in Deutschland.

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Kommissar Kopper in Italien

Das Sizilien KochbuchAndreas Hoppe: Das Sizilien-Kochbuch. Südwest-Verlag/Random House, München 2017. 192 S., Hardcover, 24,99 Euro

Information
Kurz vor Ausstrahlung seiner letzten Folge als Tatort-Kommissar mit Ulrike Folkerts/Lena Odenthal veröffentlicht Schauspieler Andreas Hoppe „Das Sizilien-Kochbuch“. Die „Versuchsaufstellung“ ist dabei ein wenig verwirrend. Hoppe folgt sozusagen den Spuren von Mario Kopper, dem man – ohne weiteres glaubhaft – eine halb-italienische Biographie gegeben hat. Hoppe ist auch persönlich sehr an italienischem Essen interessiert und kocht auch selber.

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Interview Esben Holmboe Bang, Restaurant Maaemo in Oslo

Esben Holmboe Bang

Das CHEF-SACHE – Symposium in Düsseldorf (17. und 18. September, www.chef-sache.eu) steht vor der Tür, und der Auftritt des norwegischen Drei-Sterne-Kochs Esben Holmboe Bang wird sicherlich zu den Höhepunkten gehören. Ich habe mit ihm in Oslo ein großes Interview führen können. Es zeigt eine Menge von dem, was einen kreativen Koch ausmacht, und warum Esben … weiterlesen

Neu: Kochbuch des Monats

Antoniewicz VegetarischEs wird bei EAT-DRINK-THINK die Auszeichnung „Kochbuch des Monats“ und einmal im Jahr auch die „Kochbücher des Jahres“ geben, dort dann in verschiedenen Kategorien und aufgeteilt in „national“ und „international“. Ich habe mich dazu entschlossen, die langjährige Arbeit für mein „FAZ – Esspapier“ in dieser Form fortzuführen und meine Kochbuch-Kenntnisse weiter zu nutzen.

Die Beschäftigung mit Kochbüchern führt leider in vielen Medien ein absolutes Schattendasein, obwohl der Markt riesig ist und die Konsumenten noch nie in ihrem Leben so viele Kochbücher zu Hause stehen hatten, wie heute. Bei EAT-DRINK-THINK werde ich versuchen, die Spreu vom Weizen zu trennen und transparent zu machen, für welchen Bedarf welcher Inhalt sinnvoll ist oder in welchen Büchern sich wirklich bemerkenswerte Ideen verbergen.

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Kollektion politisch nicht ganz so korrekter Weine (die man trotzdem immer wieder so erstaunlich gerne trinkt).

Folge 2: Zwei gute Erlebnisse mit Lidl-Weinen

Als Beobachter der Szene habe ich natürlich auch immer ein Auge auf das Weinangebot der Discounter. Es wäre sicher leicht, mal wieder z.B. über das Geschäft mit dem „Namedropping“ zu schreiben, also den vielen Grand Crus oder Cru Classés, die diese Bezeichnung noch tragen dürfen, sie aber längst nicht mehr verdienen. Ich möchte heute ganz im Gegenteil über zwei positive Erlebnisse berichten, die allerdings in gewisser Weise ebenfalls typisch für das System sind. Es handelt sich um zwei Weine mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Den einen kann man mit etwas Glück noch bekommen, den anderen wohl nicht mehr. Ich beschreibe den „Fall“ trotzdem, weil er sich jederzeit wiederholen kann.

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„Geranium“, Kopenhagen, Rasmus Kofoed

INFORMATION Rasmus Kofoed vom „Geranium“ in Kopenhagen und Esben Holmboe Bang vom „Maaemo“ in Oslo waren im Jahre 2016 die ersten skandinavischen Köche, die mit drei Michelinsternen ausgezeichnet wurden. Kofoed war aber schon vorher „aufgefallen“, weil er sich tatsächlich dreimal den Mühen des „Bocus d’Or“-Wettbewerbs unterzogen hat und dort Bronze, Silber und schließlich Gold holte. … weiterlesen

Glosse zum AfD-Plakat „Der Islam passt nicht zur deutschen Küche“

AfD PlakatGlosse: „Ein kurzer und pointierter, oft satirischer oder polemischer, journalistischer Meinungsbeitrag“ (aus Wikipedia)

Das AfD – Plakat mit dem Bild von einem Ferkel (kulinarisch bisweilen: „Milchferkel“, oft „U5“, d.h. unter 5 Kilogramm schwer) und der Textzeile „’Der Islam’ ? Passt nicht zu unserer Küche“, wird vielen Leuten schwer im Magen liegen. Ja, es gibt religiöse Nahrungsgebote und -verbote, und diese Vorschriften stehen oft im Gegensatz zu anderen Regeln anderer gesellschaftlicher Gruppierungen – bis hin zu grenzwertigen Praktiken, die juristische Probleme mit sich bringen können (wie etwa das Schächten und der Tierschutz).

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