Christian Rätsch: Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen.

Enzyklopädie der psychoaktiven PflanzenVorbemerkung
Liebe Privatköche, liebe professionelle Köche, Sie müssen jetzt einmal noch mehr Charakter zeigen, als Sie ohnehin schon haben. Ich werde Ihnen nun ein Buch vorstellen, dessen Inhalt – sagen wir: ein gewisses über das normale Maß hinausgehende Potential hat. Ich werde Ihnen nicht vorschlagen, den Inhalt in Ihrer Küche zu nutzen und schon gar nicht darüber spekulieren, was sich alles an besonderen Situationen einstellen könnte, wenn Sie denn von diesem Inhalt Gebrauch machen. Ich werde darüber hinaus – Sie sehen mich ja nicht, während ich diesen Text schreibe – jede Anspielung vermeiden und auch nicht von einer klammheimlichen Freude berichten, die mich bei der Lektüre des Buches irgendwie beschlichen hat. Es ist also Ihr Ding, was sie damit anstellen. Ich informiere nur darüber, das es so etwas gibt. Nun denn, sei’s drum.

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Der Weg zum schottischen Räucherlachs

Als ich noch ein Kind war, in den 1960er Jahren, belohnten sich meine Eltern manchmal sonntags mit einem Döschen Lachsersatz. Ein rot gefärbtes und reichlich übersalzenes Produkt, das in Farbe und Geschmack an den damals extrem teuren Räucherlachs erinnern sollte. Der echte Räucherlachs war für Handwerkerfamilien, wie der unseren, nicht nur unbezahlbar, sondern auch nicht … weiterlesen

Der Zabert-Sandmann-Verlag übernimmt Gault Millau: Ist das eine gute oder eine schlechte Nachricht?

Gault MillauNach Ablauf der Gault&Millau-Lizenzen für die deutschen Ausgaben (Restaurantguide und Weinguide) hatten sich mehrere Interessenten um die Fortführung beworben, darunter auch solche mit viel Know-how in Sachen Spitzenküche und Wein. Den Zuschlag erhielt der ZS-Verlag. Er wird die Führer fortführen, allerdings in veränderter Besetzung. Gault& Millau-Herausgeber und Ex-Chefredakteur Manfred Kohnke scheidet aus, Chefredakteurin Patricia Bröhm bleibt. Weinguide-Chef Joel B. Payne bleibt Herausgeber, nicht aber Chefredakteur. Diesen Posten übernimmt Britta Wiegelmann. Insgesamt ist das Ziel, „einen dynamischen Ausbau von Gault&Millau in neue Geschäftsfelder voranzutreiben. Gault&Millau soll sich von einer Printausgabe hin zur führenden multimedialen Premium-Plattform für alle Genuss-Themen entwickeln“ – so der Pressetext.

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Ehre, wem Ehre gebührt.

Francis Mallmann Titel

Oder: Wie selbst seriöse deutsche Zeitungen immer wieder die Leistungen kreativer Spitzenköche unterschlagen Man hat sich schon fast daran gewöhnt, dass den Urhebern quasi aller neuen kulinarischen Ideen – also den kreativen Spitzenköchen – so gut wie nie für ihre Inspirationen gedankt wird. Alle Welt macht mit ihren Ideen Geschäfte (es ist Sommer: z.B. bei … weiterlesen

Jeder liebt Champagner

Herbert Beaufort ChampagnerBei kaum einem anderen Thema kann ich mit so viel Erfahrung aufwarten wie bei Champagner. Schon in meiner Lehrzeit vor über vierzig Jahren wurde mein Interesse für diesen Stoff geweckt und dieses Interesse hat sich bis heute gesteigert, ohne je verblasst zu sein. Während der Vorteil früher in der Tatsache bestand, am nächsten Morgen keinen Kater zu haben, entstand mit der Zeit und der Entdeckung der cremigen Mousseux sowie der damit zusammenhängenden Erlebnisse eine Leidenschaft, der ich die schönsten Tage meines Lebens verdanke.

Hier ist der Punkt, an dem eine Unterscheidung angebracht ist. Wir müssen hier zwischen dem streng reglementierten Schaumwein des eng abgegrenzten Anbaugebiets Champagne, der in großen Mengen produziert wird und überall erhältlich ist, und dem unter diesen Voraussetzungen Möglichen unterscheiden.

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Im grünen Himmel. Drei hervorragende Bücher, um endlich mit der Natur kochen zu können

Essbare Wildpflanzen

Steffen Guido Fleischhauer, Jürgen Guthmann, Roland Spiegelberger: Essbare Wildpflanzen. AT – Verlag, Aarau und München 2015, 256 S., Broschur, 17.90 Euro Rudi Beiser: Kräuterglück. Genussvoll Gärtnern mit Küchen- und Wildkräutern. Ulmer Verlag, Stuttgart 2015, 286 S., geb., 29.90 Euro Karin Greiner: Bäume in Küche und Heilkunde. AT – Verlag, Aarau und München 2017, 263 S., … weiterlesen

Melba. Pastry Magazine by Apicius & Montagud Editores.

Melba. Pastry Magazine by Apicius & Montagud Editores. Montagud Editores, Barcelona 2017. 360 S., Broschur, 49 Euro (parallel in französischer und englischer Sprache)

Melba Pastry MagazineInformation
Der spanische Verlag Montagud Editores ist einer der ganz wenigen Verlage weltweit, die sich konsequent mit der modernen Küche befassen. Seine Veröffentlichungen, darunter neben spanischen Ausgaben internationaler Kreativköche Bücher von fast allen spanischen Avantgardestars und das Avantgardemagazin „Apicius“, haben wesentlich zur Verbreitung der Ideen der spanischen Küche beigetragen und sind wichtige Medien der internationalen Kommunikation. Nun gibt es ein neues Patisseriemagazin namens „Melba“, das ganz nach Art vieler spanischer Kochbücher gehalten ist: Man kommt zur Sache und hält sich nicht mit vielen Vorreden und mehr Gestaltung auf, als unbedingt notwendig ist.

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Ein kulinarischer Blick auf Jürgen Gosch

Gosch Fischbude

Jürgen Gosch ist ein berühmter und erfolgreicher Mann. Das weiß man nicht nur als Sylt-Besucher, sondern auch, wenn man in einer Großstadt wohnt und hin und wieder am Hauptbahnhof zu tun hat oder in die dortigen touristischen Brennpunkte geht. Überall dort lacht einem das Gosch-Logo entgegen. Wie es zu seinem Erfolg kam, ist auch schon … weiterlesen

Wir haben gewonnen! Oder doch noch nicht?

Warum Minister Schmidt in eine gute Richtung gehen will, aber noch nicht mit dem richtigen Bewusstsein Die Meldung, dass der Bundeminister für Ernährung und Landwirtschaft die Nahrungsmittelindustrie dazu bringen will, den Anteil an Salz, Zucker und Fetten in Fertigprodukten abzusenken, klingt sehr sinnvoll. Noch überzeugender und nach viel Einsicht klingt, dass die Absenkung Stück für … weiterlesen

Appetit, ein Gefühl, dem man gehorchen sollte.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen Hunger und Appetit. Der Hunger sagt uns, dass wir in eine Situation geraten sind, die gegebenenfalls bedrohliche Auswirkungen haben kann, wenn man ihn nicht befriedigt. Um den Hunger zu befriedigen, braucht es nicht viel. Wasser und Brot reichen. In dieser Situation ist man nicht wählerisch. Beim Appetit ist das … weiterlesen