„Der Heilige Helge“ – Der Offliner

„Hallo und herzlich willkommen in ihrer Servicehotline. Ich habe eine Mobilfunknummer erkannt. Geht es bei Ihrem Anliegen um ein Thema zu dieser Nummer?“, fragt mich eine überfreundliche Computerstimme. „Nein“, grummel ich genervt in mein Telefon. „Worum geht es dann?“, fragt mich die Stimme süffisant dämlich, in einem provozierenden Ton. Obgleich mir klar ist, dass Computerstimmen kein … weiterlesen„Der Heilige Helge“ – Der Offliner

Unplugged. Pure Weine ohne Kellerspielchen

Wild at Heart
Der Weinmacher Dr. Martin Tesch und seine Rieslinge.

Prolog: Na, endlich ein Port Culinaire Wein! Zwei Seelen – die Liaison von Weißburgunder und einem Hauch Riesling.
Das Herz unseres Zwei Seelen bleibt der Pinot Blanc mit seinen typischen Aromen die deutlich duftender und üppiger daher kommen als bei seinem Vorgänger. Apfel, Birne, Quitte und Zitrus prägen den saftigen, animierenden, hellgoldenen Wein. Der Riesling steuert Mineralität, Säure und Frische bei. Beides vereint sich zu einem harmonischen Charakter. Haben wir nicht alle zwei Seelen in der Brust? So ist ein leichter unkomplizierter Wein für jeden Tag entstanden, der aber die Kraft hat, gutes Essen zu begleiten und sogar bei Steinbutt mit weißen Trüffeln oder edlen Krustentieren überzeugt.

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Die Weinwelt braucht Bewegung!

Am Sonntag trafen sich am Stand des Weingutes Tesch auf der Pro Wein in Düsseldorf die drei Macher von www.eat-drink-think.de zu einem Gespräch zum Thema Riesling und „easy drinking“ und Terroir und wie man auch ein jüngeres Publikum begeistern kann. Es wurde eine durchaus oft kritische Bestandsaufnahme, in der viele Probleme und Defizite der Weinwelt … weiterlesenDie Weinwelt braucht Bewegung!

„Der Heilige Helge“ – Geiler is‘ schon

Ich bin in recht bodenständigen Verhältnissen aufgewachsen. Das erklärt zunächst, warum ich in einem 43 Jahre alten Wohnwagen sitze, während ich diese Zeilen schreibe. Ein Wohnanhänger, der von einem 26 Jahre alten Volkswagen gezogen wird. All dies habe ich für meinen diesjährigen Urlaub, zusammen mit meiner Freundin – deren Alter ich hier selbstverständlich nicht verrate – in die Champagne geschafft. Viel wichtiger als das alles ist allerdings, dass eben diese Bodenständigkeit maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass Marius Müller-Westernhagen mein erster Berührungspunkt mit Champagner überhaupt war. Auf dem Longplayer „Geiler is‘ schon“ aus dem Jahr 1983, singt der Rabauke aus Düsseldorf am Ende der Strophe: „Dann trinken wir Schampus, bis wir verrecken und wer das nicht geil findet, der kann uns mal.“

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Whisky ist viel mehr als nur gereifter Brand…

In ein paar Zeilen werde ich eine Behauptung aufstellen, welche Mathematiker aller Welt in Aufruhr versetzen wird. Aber fangen wir erstmal mit einer Behauptung an, mit der die Damen und Herren sicher einverstanden wären: Whisky ≠ Whiskey (für Nichtmathematiker: „Whisky ist nicht gleich Whiskey“) Die hier gegenübergestellten Schreibweisen ein und desselben Wortes unterscheiden sich nicht … weiterlesenWhisky ist viel mehr als nur gereifter Brand…

MAKITA

Bars und Werkstätten haben auffällig viele Gemeinsamkeiten. Glaubt ihr nicht? Nun gut; beides ist ein Rückzugsort für den Mann.
Sie bieten Schutz vor den Strapazen der Welt und dem Ärger mit den Frauen, nicht zu vergessen, wenn die Männer nicht den Müll heruntergebracht oder die Wäsche zusammengelegt haben. (Vielleicht ist genau das der Grund, warum die Menschheit so hochtechnisiert ist?). Die Leute mögen einen dort und stellen keine Fragen. Und für beides gilt: Was dort passiert – verbleibt an dieser Stelle. Ich selbst bin für beide Örtlichkeiten schnell zu begeistern.

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New Kid on the Blog

Über alte, köstliche und heilige Geister
Wer mich kennt, der weiß, dass es mir oft schwerfällt, am Anfang einer Geschichte zu beginnen. Aber Sie kennen mich ja gar nicht. Sehen Sie? Genau das meine ich. Wieder versagt.

Ich bin einfach sehr enthusiastisch, vielleicht hängt es ja damit zusammen. Außerdem langweilen mich Geschichten, die linear und strukturiert ablaufen. Ich sehne mich nach Abenteuern, nach feurigen Gemütern und unerwarteten Wendungen. Ich möchte Geschichten hören, bei denen der Erzähler in der Kneipe auf den Tisch haut und dabei alle gespannt an seinen Lippen hängen.
Es ist ganz egal, wo man anfängt und wo man aufhört, ganz gleich, was die Anderen erzählen. Und wie sie es erzählen.

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Kollektion politisch nicht ganz so korrekter Weine (die man trotzdem immer wieder so erstaunlich gerne trinkt).

Folge 4: ZARIHS, Bodegas Borsao

Eigentlich gehört der ZARIHS (Shiraz rückwärts…) nicht unbedingt in diese Reihe, weil ich ihn durchaus für „politisch korrekt“ halte. Dass er trotzdem hier vorkommt liegt eher daran, dass es eine beträchtliche Zahl von Leuten gibt, die einen sortenreinen Shiraz auf keinen Fall für politisch korrekt halten und als für seriöse Weintrinker einfach nicht satisfaktionsfähig.

Ich war zum Beispiel einmal mit einem Weinliebhaber zusammen in einem sehr guten Restaurant. Da er wusste, dass ich auf die Verbindung „Wein und Speisen“ spezialisiert bin (so auch der Name meiner Serie im „Fine Wine Magazine“), überließ er mir die Getränkeauswahl zum Menü. Ich wählte für einen Gang einen mir bekannten, guten Shiraz und musste diese Wahl gegen seinen Protest kulinarisch begründen. Er möge doch bitte warten, wie der Wein zum Essen schmeckt, habe ich ihm damals gesagt. Der Akkord hat ihn dann wenigstens einigermaßen beruhigt, wobei er nicht versäumte darauf hinzuweisen, dass man den Wein schließlich auch schon vor dem Gericht und zwischendurch und hinterher trinke und dass deshalb ein sortenreiner Shiraz einfach ein Unding sei.

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