Glosse: „Ein kurzer und pointierter, oft satirischer oder polemischer, journalistischer Meinungsbeitrag“ (aus Wikipedia)
Das AfD – Plakat mit dem Bild von einem Ferkel (kulinarisch bisweilen: „Milchferkel“, oft „U5“, d.h. unter 5 Kilogramm schwer) und der Textzeile „’Der Islam’ ? Passt nicht zu unserer Küche“, wird vielen Leuten schwer im Magen liegen. Ja, es gibt religiöse Nahrungsgebote und -verbote, und diese Vorschriften stehen oft im Gegensatz zu anderen Regeln anderer gesellschaftlicher Gruppierungen – bis hin zu grenzwertigen Praktiken, die juristische Probleme mit sich bringen können (wie etwa das Schächten und der Tierschutz).





Vorbemerkung: Diese neue Reihe beschäftigt sich mit Weinen, die die Türe sozusagen nicht nur einen Spalt öffnen, die nicht verschlossen sind oder nur unter Absingen gregorianischer Choräle gewürdigt werden können. Es sind Weine, die für die Connaisseurs möglicherweise zu dick sind, zu direkt, zu überwältigend, nicht fein genug strukturiert oder zu plakativ. Es sind Weine, die in den Runden von Kennern auch schon mal niedergemacht werden, weil es nicht als ein Ausweis von Kennerschaft gilt, einfach zuzugeben, etwas sei vor allem so süffig und begeisternd, dass man es auch ohne selbstquälerische Analysen trinken kann.
Das neue Buch von Alfons Schuhbeck hat wieder einmal etwas mit der bayerischen Küche zu tun, über die er schon eine große Anzahl von Büchern geschrieben hat. Mittlerweile zählt der 68-Jährige zu den erfolgreichsten kulinarischen Multiunternehmern mit einer Vielzahl von Aktivitäten, die er bisweilen unter rigoroser Nutzung seiner TV-Präsenz betreibt. Dabei löst er unter Gourmets wie Kollegen bisweilen Unverständnis aus. So konnte er sich z.B. mit medialer Macht für das breite Publikum erfolgreich als „Gewürzpapst“ inszenieren und damit einen eigenen Geschäftszweig installieren – obwohl mit Spitzenkoch Ingo Holland und seinem „Alten Gewürzamt“ längst überragende Qualitäten angeboten wurden, und er dessen Qualität in keiner Weise erreichte.