Kann jemand überhaupt auf die Idee kommen, Lautsprecher und gastronomische Erlebnisse in Verbindung zu bringen? Die Frage ist schnell beantwortet. Ja, Krajewski kann das! Ich will jetzt nicht meine damals geplante Doktorarbeit zur Tischmusik seit dem 16. Jahrhundert hervorheben, aber in meiner reichen Erfahrung schlummert die Erkenntnis: Sehr bekannte Köche und *innen sind Laut-Sprecher. In den Küchen gilt es, sich gegen übliche Nebengeräusche, Gehör zu verschaffen. Tisch 4 Zweimal Fischsuppe, Einmal gefüllte Karotte-vegan. Und zackig, wenn ich bitten darf. Sie leben mit dem Lautsprechen, sie präsentieren sich, und die Medien fordern es von ihren Stars.
Die Bücher kann uns niemand nehmen! Empfehlung für ein wunderbares Wimmelbuch.
Wenn man wenigstens regelmäßig neue Bücher findet und ins Haus bekommt, ist das in diesen Zeiten zumindest ein kleiner Trost. Ich möchte heute dringend ein kulinarisches Buch (eigentlich sind es zwei Bücher…) empfehlen, das beim Lesen richtig Spaß macht, weil es eine Art von Wissensanarchie betreibt, die man heute leider viel zu selten findet. Wer … Weiterlesen





Der Titel dieser Rezension ist heute einmal keine pointierte Zusammenfassung, sondern ganz einfach der Titel des zu besprechenden Buches. Und dieser Titel verweist natürlich auf ein Dauerthema, das weniger professionelle Köche als die vielen ambitionierten Privatköche betrifft. Sie werden ermutigt. Andererseits: wenn jeder Sterneküche kann, was sind dann die Sterne wert? Hier erst einmal die Fakten:
Zum Gründonnerstag und Karfreitag – aber auch zum nahenden Osterfest möchte ich eine kleine Materialsammlung zum Thema Kirche, Fasten und Gourmandise beisteuern. Ich war früher nicht nur Messdiener, Obermessdiener und Akolyth (Höhepunkt war, dass ich einmal eine Rosenkranzandacht stellvertretend für den kurzfristig erkrankten Pastor abgehalten habe – Einmarsch mit Messdienern…Das war damals, als es noch keine Laientätigkeit in der katholischen Kirche gab, sehr ausgefallen…), sondern habe auch viel – sagen wir: von der christlichen Moral behalten. Wenn ich bei Rot über eine Ampel gehe, habe ich immer noch ein schlechtes Gewissen – wenigstens ein klein wenig.
Man wird nicht umhinkönnen, das neue Gault&Millau-Magazin weitgehend konzeptlos, überflüssig und im Detail auch noch ärgerlich zu finden. Man findet nichts, das es nicht seit vielen Jahren auch in anderen Magazinen gibt, epigonale Standards also. Es wirkt so, als ob man aus den üblichen Versatzstücken etwas zusammengepuzzelt hätte, dazu noch die öde, anämische Titelbild-Ästhetik von „Salon“ kopiert und mittels Layout-Moden (viel weiße Flächen) nebst dickem Papier schließlich auf scheinriesenartige 186 Seiten gekommen wäre.