Tim Raue ist nach wie vor auf vielen Kanälen vertreten – auch wenn er sicherlich lange darüber nachgedacht haben dürfte, warum Marco Müller vom „Rutz“ nun der erste Berliner Koch mit drei Michelinsternen ist und nicht er. Aber – es ist eben immer noch ein Unterschied, ob ein paar seiner „Buddies“ aus dem eher rustikal-kulinarischen Bereich kräftig ins Horn blasen oder es ausschließlich um die Qualitäten (und vielleicht auch die Stilistik) seines Gourmetrestaurants geht. – Wie dem auch sei: nun hat er abermals ein neues Buch, dieses Mal rund um die Küche seiner Brasserie Colette (Berlin, München, Konstanz). Auch hier gibt es eine auffällige Konzentration auf die Person „Tim Raue“, die natürlich längst die „Marke Tim Raue“ ist.
Auszeit-Denken: Gourmetrestaurants brauchen eine neue Strategie
Die Corona-Krise kann die kreative Gastronomie bis ins Mark treffen. Wie sehr das der Fall sein wird, wie sehr sich also Einnahme-Ausfälle und fixe Kosten zu einem überwindbaren oder unüberwindbaren Berg stapeln, wird natürlich von der Länge der Auszeit abhängen. Was aber jetzt schon begonnen hat, sind Denkprozesse, die es ohne die Krise wohl kaum … Weiterlesen





Ralf Bos von “Bos Food” gehört zu den wichtigsten Lieferanten der Gastronomie. Nun müssen seine Kunden weitgehend schließen. Wird auch Bos Food nun gefährdet und – wie lange kann ein Lieferant ein solches Szenario durchhalten? Bos antwortet ausgesprochen cool, lässt aber deutlich erkennen, dass man sich schon längere Zeit mit dem Szenario befasst hat. Hier ein Gespräch – zwischen Fatalismus, Realismus und Hoffnung.

Die neue Ausgabe des Guide Michelin für 2020 setzt auf viel Kreatives aus deutschen Landen. Mit einer Reihe von markanten Bewertungen für eine Küche, die mehr und mehr auch international als eigenständig empfunden wird, leistet der Führer einen wesentlichen Beitrag zu einer Fokussierung auf eigene Fähigkeiten.
Wenn es darum geht, die Kochkunst weiter zu stärken und zu verbreiten, geht es nicht nur um Rezepte, die üblichen Kochbücher, die üblichen Zeitschriften und die üblichen Restaurants. Man muss in vielen ästhetischen Bereichen präsent sein, weil die Kochkunst auch in vielen ästhetischen Bereichen ihre Wirkung entfaltet. Dieser Zusammenhang wird leider nach wie vor kaum gesehen und schon gar nicht gepflegt. Quique Dacosta hat einmal in Spanien eine wunderbare Ausstellung seiner Arbeiten gehabt.